Mitgliedschaft und Häsordnung


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Aktive und passive Mitgliedschaft

 

Mitgliedsanträge sind bei den Mitgliedern der Vorstandschaft und des Komiteé erhältlich und ausgefüllt bei einem dieser Mitglieder wieder abzugeben. Anmeldeschluss ist stets der 11.11. eines jeden Jahres. Das Neumitglied hat in der darauf folgenden Fasnet ein passives Probejahr in der Zunft zu absolvieren, in welcher es sich zu bewähren hat (Arbeitseinsätze, Teilnahme an Veranstaltungen der Zunft, ...). Ein Probesprung ist in dieser ersten Fasnet möglich. Der eine Umzug kann frei gewählt werden. Das Neumitglied hat sich hierbei selbst um ein Häs zu kümmern, z. B. dies bei einem anderen aktiven Mitglied auszuleihen. Der Probesprung ist vorher einem der Mitglieder der Vorstandschaft oder des Komiteés anzuzeigen.

 

Ausnahmen bilden

  • Familienangehörige von bereits aktiven Mitgliedern,

  • aktive Mitglieder der Lumpenkapelle Taldorf und deren Familienmitglieder oder

  • passive Mitglieder, welche die oben genannte Zeit bereits absolviert haben.

Ein passiver Beitritt ist jederzeit möglich und willkommen.

 

Hat sich das Neumitglied im Probejahr bewährt, wird es am darauf folgenden 11.11. als aktives Mitglied in die Zunft aufgenommen. Im ersten aktiven Jahr hat das Neumitglied die Möglichkeit, auch als Erwachsener je nach Verfügbarkeit ein Häs von der Zunft zu leihen. Im darauf folgenden Jahr haben erwachsene Mitglieder dann ein Zunfthäs käuflich zu erwerben. Kinder und Jugendliche haben das Zunfthäs durchweg zu leihen. Für die Ausleihe wird eine Leihgebühr von der Zunft erhoben.

 


Häs- und Zunftordnung

 

Der Hästräger übernimmt die Verantwortung für den ordentlichen Zustand des Häses und erkennt die folgenden Regeln in vollem Umfang an. Bei Jugendlichen bedarf es der Unterschrift eines Erziehungsberechtigten, der ebenfalls Mitglied in der Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen sein muss.

 

Der Hästräger darf von seinem Häs keinen anderen als dem vertragsmäßigen Gebrauch machen. Bei Verlust von Hästeilen oder bei Beschädigung sind diese vom Hästräger voll zu ersetzen. Das Häs muss komplett getragen werden. Die Maske muss insbesondere auch beim Narrenbaumsetzen, Schul- und Rathaussturm und Einsprung bei Bällen getragen werden. Auch nach Auftritten und Umzügen ist es nur gestattet, die Masken und Handschuhe abzunehmen. Die Jacke bleibt bis auf zwei Knöpfe geschlossen. Die Strümpfe dürfen nicht herunter gezogen werden. Zum vollständigen Häs gehört passendes braunes Schuhwerk. Bei Auftritten mit unvollständigem Häs oder wenn Hästeile nach öffentlichen Veranstaltungen liegen bleiben, ist ein von der Vorstandschaft und dem Komiteé festgelegtes Bußgeld zu entrichten.

 

Der Hästräger hat an den Veranstaltungen des Narrenfahrplanes, an welchen das Häs der Zunft getragen wird, in diesem auch tatsächlich teilzunehmen. Ausnahmen sind nur bei vorliegen eines wichtigen Hinderungsgrundes gestattet. Der vorgegebene Umzugsweg ist stets einzuhalten. Das Verleihen des Häses an Mitglieder, die länger als ein Jahr im Verein sind, ist dem jeweiligen Gruppenführer zu melden. Die Haftung für das Häs bleibt beim Verleiher. Das Tragen eines Häses von Personen, welche die Jahresfrist als Mitglied noch nicht erfüllt haben, ist bis auf einen Probesprung untersagt. Stichtag der Anmeldung als aktives Mitglied zur übernächsten Fasnet ist die jeweilige Fasneteröffnung am 11.11.

 

Kinder und Jugendliche erhalten gegen eine jährliche Gebühr ein Leihäs der Zunft Es besteht jedoch kein Anspruch und richtet sich nach der Verfügbarkeit des Leihäsbestandes der Zunft. Vollendet ein Jugendlicher das 18. Lebensjahr, so hat er im Folgejahr ein eigenes Häs zu kaufen. Ausnahmen können zugelassen werden bei Schule, Studium oder Ausbildung.

 

In der Fasnetwoche (Gumpiger Donnerstag bis Kehraus) darf das Häs rund um die Uhr getragen werden. An Veranstaltungen vor dieser Woche muss das Häs spätestens um 8.00 Uhr am Folgetag abgelegt werden. Der übermäßige Genuss von Alkohol – vor oder während der Teilnahme an Veranstaltungen – ist vom Hästräger zu unterlassen. Bei Straßenveranstaltungen ist die für eine geschlossene Gruppe unerlässliche Ordnung einzuhalten. Die Belästigung von Zuschauern, insbesondere von Kindern, ist zu vermeiden.

 

Bei der Teilnahme an sonstigen Fasnetveranstaltungen darf das Häs nur in einer Gruppe von mindestens 5 Hästrägern getragen werden. Der jeweilige Gruppenführer ist hiervon zu unterrichten. Einmärsche sind erst ab 20 Hästrägern nach vorheriger Absprache mit dem Gruppenführer gestattet.

 

Beim jährlichen Häsfilzen wird der Sprungbändel nach Bezahlung des von der Vorstandschaft und dem Komiteé festgelegten Entgelt an den Hästräger ausgehändigt. Der Sprungbändel ist einheitlich und sichtbar an der Maske zu tragen. Des weiteren hat sich jedes Mitglied beim Häsfilzen zu mindestens zwei Arbeitseinsätzen für das kommende Jahr einzutragen.

 

Bei Austritt aus der Narrenzunft ist das Häs zum Schätzwert an den Verein zurückzuverkaufen. Das Häs wird von der Vorstandschaft und dem Komiteé nach Alter und Sprungjahren geschätzt.

 

Wer gegen die oben genannten Bestimmungen verstößt, kann auf Beschluss der Vorstandschaft und des Komiteés von diesem

  • ermahnt

  • mit Bußgeld belegt werden.

In Absprache zwischen der Vorstandschaft, dem Komiteé und den Gruppenführern kann ein Hästräger bei besonders groben Verstößen

  • für einzelne und mehrere Veranstaltungen ausgeschlossen werden

  • das Häs entzogen werden

  • aus der Narrenzunft ausgeschlossen werden.

Neben diesen Bestimmungen gilt das Jugendschutzgesetz in der jeweils gültigen Fassung.

 

Der Stand dieser Häsordnung wurde in der Mitgliederversammlung am 09.01.2011 mit der erforderlichen Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen.

 


Voraussetzungen zum Erhalt der „Epfelbroggere“

 

Die neue „Epfelbroggere“ muss bereits mindestens 10 Jahre aktives Mitglied gewesen sein und sich um die Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen in besonderer Weise verdient gemacht haben. Insbesondere durch:

  • Mitgliedschaft in der Vorstandschaft und/oder dem Komiteé der Zunft.

  • Regelmäßige Verrichtung von Arbeitseinsätzen in deutlichem Maße über die geforderten Mindesteinsätze hinaus.

  • Regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen der Zunft.

  • Sichtliche Bemühung um die heimatliche Fasnet und das Brauchtum der alemannischen Fasnet

Diese Voraussetzungen kann sich die neue "Epfelbroggere" nicht innerhalb kurzer Zeit erwerben, sondern muss sich über längere Zeit hinaus in der bereits genannten besonderen Weise verdient gemacht haben.

Pro Jahr sind maximal 5 neue „Epfelbroggere“ möglich, wobei die Gesamtzahl höchstens 10 % aller Eulen und Rambouren betragen kann. Die „Epfelbroggere“ kann erst ab dem 18. Lebensjahr erworben werden. Das Häs muss komplett gekauft werden. Es gibt kein Probejahr. Die endgültige Entscheidung über den Erhalt einer „Epfelbroggere“ liegt bei der Vorstandschaft mit Komiteé.