Komiteé

Im Jahre 1983 wurde für die Vorstands- und Komiteémitglieder ein neues Häs geschaffen. Bisher traten die Führungspersonen der Zunft mit grüner Jacke und Narrenkappe in der Öffentlichkeit auf. Nun sollte ein vollständig neues Häs entstehen. So wurde das so genannte „Landsknechthäs“ geboren, welches noble Bauern in unserer Gegend um das 15. Jahrhundert getragen haben sollen. Dieses Häs tragen bis heute der 1. und 2. Zunftmeister, der Zunftschreiber und Schatzmeister sowie acht weitere Komiteémitglieder.

DIE „GEHRENBERGEULE“

Gehrenbergeule

Als erstes Zunftkostüm wurde im Gründungsjahr die „Gehrenbergeule“ geschaffen. Nach der Überlieferung bestand im 14. Jahrhundert auf der heutigen Gemarkung Burgstall oberhalb von Bitzenhofen bei Oberteuringen ein Rittersitz mit großen Stallungen, auf dem es geradezu von Eulen gewimmelt haben soll. Von der Burg und den dazugehörenden Gebäuden ist heute nichts mehr zu sehen. Nur die Flurnamen erinnern noch an deren Existenz. Daher wurde gleichzeitig mit der Gründung die Eulenmaske geschaffen.

Das Eulenkostüm besteht aus vielen hundert Filzplätzchen in den Farben hellbeige, mittelbraun und dunkelbraun, die alle von Hand ausgestanzt werden. Unsere Zunftschneiderinnen nähen sie reihenweise farblich abgestuft auf einen beigen Grundstoff. Die Gesichtsmaske besteht aus hellbeigem Teddystoff, die unsichtbar am Kinn eine Atemöffnung hat. Farblich zum Kostüm passend werden dunkelbraune Handschuhe, Strümpfe und Schuhe getragen.

DER „TEURINGER RAMBOUR“

Im Jahre 1978 wurde dann als zweite Laufmaske der „Teuringer Rambour“ geschaffen. Hierbei handelt es sich um eine Apfelsorte, die einst Stolz unserer Gemeinde war. Ein Händler brachte sie um die Jahrhundertwende in das Teuringer Tal, das ihm dann seinen Namen gab. Weil der „Teuringer Rambour“ so begehrenswert war, breitete er sich innerhalb kurzer Zeit riesig aus und nahm in den dreißiger Jahren 70 % des Teuringer Obstbaues in Anspruch.Der Apfel war so beliebt, dass er um die halbe Welt exportiert wurde. Anno 1951 errang einer unserer Bauern den 1. Staatspreis mit dieser Obstsorte. Von neuen Apfelsorten verdrängt, ist kaum noch ein Baum mit „Teuringer Rambouren“ zu finden.

Um ihn aber dennoch nicht aus dem Gedächtnis zu verlieren, wurde im Jahre 1978 ein Narrenhäs mit dem Namen „Teuringer Rambour“ erstellt. Bluse und Hose sind aus hellem Gminder Leinen, das von Hand von Zunftmitgliedern bemalt wird. Es zeigt Apfelblüten auf den Ärmeln und auf Vorder- und Rückenpartie Apfelzweige mit erntereifen Äpfeln. Das Kopftuch besteht aus grünem Gminder Leinen mit Filzblättern bestickt. Zur Grundausstattung gehören ein brauner Weidenkorb, ein brauner Makrameégürtel, braune Handschuhe und Schuhe. Als Narrengeschell sind 7 kupferfarbene Glocken am Gürtel angebracht.

Die „Bitzenhofer Epfelbroggere“

Anfang des letzten Jahrhunderts wohnte am Rande von Bitzenhofen ein freundliches Weible. Sie hatte einen großen Garten und versorgte sich selber mit Obst und Gemüse. Doch Äpfelbäume hatte sie leider keine. Nachdem die Bauern im Herbst ihr Obst geerntet hatten und hier und dort noch ein Apfel hing, sah man sie in den Obstanlagen, wo sie sich ihren Wintervorrat besorgte: „D´ Epfelbroggere isch unterwägs!“. Ihr freundliches Gesicht war von einer naturfarbenen Haarpracht umgeben.

Sie trug eine orange-rote Bluse mit einem dunkelgrünen Halstuch, die mit einem dunkelbraunen Ledergürtel gehalten wurde. Über dem orange-, grün- und rotkarierten Rock trug sie eine dunkelgrüne Schürze, in der man gut die Äpfel tragen konnte. Manchmal hatte sie auch einen kleinen Weidenkorb dabei. Die Strümpfe die sie trug waren dunkelgrün und selbstgestrickt. Ihre Handschuhe waren braun, ebenso ihre Schnürstiefel.

Die Prinzengarde

Bereits seit Gründung der Zunft ist die Narrenzunft Bitzenhofen auch stolzer Besitzer einer Prinzengarde, die alljährlich bei den Fasnetsveranstaltungen ihr tänzerisches Können unter Beweis stellt.

Der Büttel

Von 1979 bis 2003 trat Lothar Dorner alljährlich beim Bürgerball in die Bütt, um über die Ereignisse des vergangenen Jahres im Dorf zu berichten. In seinem letzten Jahr übergab er das Amt an Daniel Amann, welcher uns seither bei den Umzügen in der Umgebung begleitet und mit lautstarkem „Bitz-Aho“ anführt.

Die Lumpenkapelle Taldorf und LKT 1932

Seit 1989 begleitet uns die Lumpenkapelle Taldorf auf unseren Umzügen. Mit ihren tollen, und vor allem schnellen Liedern begeistern sie weit über die Grenzen von Taldorf und Bitzenhofen und sind in der alljährlichen alemannischen Fasnet nicht mehr wegzudenken. Zurecht sind wir stolz darauf, dass sie uns bis heute die Treue gehalten hat.

 

 

 

Gleiches gilt für die „Oldies“ der LKT 1932. Sie haben die Lumpenmusik für sich wiederentdeckt und sind gleichfalls fester Bestandteil der Taldorfer und Bitzenhofer Fasnet.